Projekt Kaffeeseife von Enactus Universität zu Köln ausgegründet!

am 6. Dezember 2018 · via enactus.de

Eine Erfolgsgeschichte: Von der Social Entrepreneurship-Idee ehrenamtlich arbeitender Studierenden zur professionellen Umsetzung durch das Start-Up Cupforcup!

Der studentische Verein Enactus an der Universität zu Köln e.V. übergibt das Projekt „Kaffeeseife“ an das Düsseldorfer Startup Cupforcup. Gemeinsam mit der Lebenshilfe Wuppertal wird das von Menschen mit Behinderung in Handarbeit hergestellte upcycling-Produkt zukünftig unter der Marke „Bean and Clean – Die Kaffeeseife“ exklusiv über den lokalen Einzelhandel angeboten.

Ehrenamtliches Engagement ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Allein in Deutschland bereichern über 14 Millionen Menschen aktiv das Zusammenleben in unserer Gesellschaft durch Ihre freiwilligen Tätigkeiten (Statistika-Dossier, Soziales Engagement). Ein kleiner Teil dieser 14 Millionen lebt in Köln und gehört zum Verein Enactus an der Universität zu Köln e.V. Dieser Verein wird getragen von Studierenden der Universität zu Köln, die Probleme und Missstände analysieren und daraufhin unternehmerisch zu lösen versuchen. Den Studierenden ist die Nachhaltigkeit ihrer Arbeit wichtig. Die Probleme sollen langfristig gelöst werden und echte Perspektiven für betroffene Menschen schaffen.

Eines dieser Projekte ist das Projekt Kaffeeseife. Dieses Projekt setzt sich konkret mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen von Schwerbehinderten Menschen auseinander. In Deutschland leben 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen (Statistisches Bundesamt). Diese führen oftmals in Werkstätten monotone Arbeiten aus. Einige bedürfen einer solchen Arbeit, andere jedoch sehnen sich nach stärkerer Auslastung und benötigen diese sogar für eine optimale Therapie. Dieses Problem sahen die Kölner Studierenden. In Zusammenarbeit mit ihrem Partner, der Lebenshilfe Wuppertal, schufen sie ein Produkt, das diesen Anforderungen gerecht wird: die Kaffeeseife.

Die Herstellung der Kaffeeseife umfasst sieben Arbeitsschritte:

  1. Das sorgfältige Abwiegen und Mischen der Zutaten
  2. Das gründliche Vermengen der Zutaten in der Seifenmaschine
  3. Das Pressen der Seifen in die richtige Form
  4. Das händische Stempeln der Seife mit dem Logo
  5. Das Falten der Verpackung
  6. Die Verpackung der Seife mit einem Infoblatt
  7. Der Versand der Seife zum Kunden

Die Mitarbeiter der Seifenwerkstatt der Lebenshilfe Wuppertal haben dabei täglich die Möglichkeit, sich einen dieser Schritte auszusuchen und unterschiedliche Arbeitsschritte auszuführen.

Um die Idee nachhaltiger zu gestalten entschied man sich, die Seife durch das Upcycling von Kaffeesatz zu veredeln. Der Kaffeesatz festigt die Seife und schafft einen natürlichen Peeling-Effekt, ganz ohne den Zusatz von Mikroplastik. Zusätzlich schafft man so einen belebenden Effekt für die Haut

Um das Produkt Kaffeeseife langfristig erfolgreich vermarkten zu können, hat sich nun eine Kooperation mit dem jungen Unternehmen Cupforcup aus Düsseldorf ergeben. CupforCup verkauft Mehrwegbecher in einem Pfandsystem, um den Kaffeegenießern eine umweltfreundliche Alternative beim „Kaffeegenuss-to-go“ anzubieten. Auf das Kundennetzwerk von Cupforcup im Bereich der Kaffeeröstereien und Cafés kann man nun beim Vertrieb der Kaffeeseife zurückgreifen.

In zahlreichen Gesprächen fragten die Kunden von CupForCup nach Optionen zur Wiederverwertung des Kaffeesatzes. Schnell wurde klar, dass die Kaffeeseife ein ideales Upcycling für den Kaffeesatz darstellen würde. Schnell war klar, dass die Studierenden und das Startup harmonieren. Die Studierenden liefern das Produkt und das Startup die Professionalität und Vertriebsstruktur. CupForCup passte das Design an ihre Kundschaft an und die Marke wurde von „Kaffeeseife“ auf „Bean and Clean – Die Kaffeeseife“ geändert, um einen Neustart im Vertrieb zu ermöglichen. Die Veränderungen erhöhen die Attraktivität des Produktes und machen die verarbeitete Qualität deutlich. Die Studierenden begleiten nun bis März 2019 den letzten Schritt ihrer Idee und lernen eine Vertriebsstruktur zu implementieren. Danach kümmert sich Cupforcup weiter um das Produkt.

Diese Kooperation und Übergabe sichern die langfristige Umsetzung des Projektes und somit die Beschäftigung der Menschen mit Behinderung in einer für sie angepassten Arbeit. Aus einer kleinen Idee von Studierenden unsere Gesellschaft zu stärken, entsteht so ein Produkt, das sich durch den Gründergeist eines erfolgreichen Startups auf dem Markt etablieren kann. Eine Erfolgsgeschichte, die verdeutlicht, dass Engagement und Zusammenarbeit echte Veränderungen nach sich ziehen.

 

Kontakt:

Sven Hennebach

Gründer Cupforcup GmbH

Tel.: 0170 499 4132

E-Mail: s.hennebach@cupforcup.de

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